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2007/11/20

Ein Zeichen für den Klimaschutz - ich bin dabei!

Am Samstag, den 08.12.2007, ist die Bevölkerung in Deutschland aufgerufen, für 5 Minuten (20:00 - 20:05 Uhr) das Licht auszuschalten - als Zeichen für unseren Klimaschutz!

Auch wenn diese Aktion nur einen Tropfen auf den heißen Stein darstellt, halte ich es für wichtig und hoffe, ihr seid alle dabei.

Mehr Infos dazu gibt's hier (einfach auf das Bild klicken):

wir-schwarz

Viel Spaß Euch allen da draußen und beste Grüße,
Eric

PS:
Ich werde nicht nur das Licht ausschalten, sondern garantiert auch meinen PC...

2007/11/17

Die sieben Todsünden (der PR-Agenturen) im Web 2.0

Seit Auftreten der ersten Elemente des Web 2.0 wurden diese unisono von den PR-Agenturen lediglich mit der Bezeichnung "Mitmach-Web" abgewertet, das auf persönlicher und privater Ebene evtl. von Interesse sein könnte, aber (angeblich) keinesfalls auf PR-Ebene der Unternehmen und Marken.

Schließlich seien die Inhalte der PR-Agenturen glaubwürdiger, zielgruppenorientiert und exakt an Identität und Profil des jeweiligen Unternehmens (=Klienten) bzw. der jeweiligen Marke ausgerichtet.
Außerdem bestünde auch die Gefahr bei Web 2.0-Inhalten, dass Unternehmen und Marken sich vom Web 2.0 "aufweichen" ließen und ihr Profil verlieren könnten.

Jetzt, da die Bedeutung des "Mitmach"-Web immer mehr und mehr an Einfluss auf Marken und Unternehmen gewinnt (im Gegensatz zu den bislang prognostizierten Aussagen der PR-Agenturen), wird der bisherige Standpunkt verlassen (man will davon sogar nichts mehr hören) und ein neuer, progressiver Weg eingeschlagen.

Das bisherige "Mitmach"-Web wird plötzlich von den Agenturen als ernsthafte Bedrohung ihrer eigenen Existenz erkannt (ohne dass sie dies je zugeben würden) und so springt man auf den bereits fahrenden Zug auf und akzeptiert ihn offiziell als wichtiges Element in der Unternehmens-Kommunikation.

So hat Dietrich Schulze van Loon, Präsident des Wirtschaftsverbandes GPRA, unlängst das Web 2.0 als Chance für die PR-Agenturen bezeichnet und Paul Holmes, CEO der Holmes Group, legt in seinem Manifest gar vier Eckpfeiler für die PR-Arbeit in sozialen Netzwerken fest.

Tatsache ist aber nach wie vor, dass nahezu sämtliche Agenturen - bislang(!) - ihren Klienten das Web 2.0 als Gefahr präsentieren und explizit vor einer "Teilnahme" oder Einbindung warnen.

Dabei ist das Web 2.0 für alle da - auch für PR-Agenturen, doch es verlangt neue Denkweisen und eine Neu-Positionierung der Agenturen.

Um auf diesem entscheidenden Weg eine Hilfe zu bieten, habe ich die "sieben Todsünden" für PR-Agenturen im Web 2.0 zusammengestellt:

  1. Arroganz
    Solange PR-Agenturen meinen, sie hätten das Web 2.0 "im Griff" und könnten es beherrschen, werden sie meist schmerzlich eines Besseren belehrt.
    Beispiele hierfür gibt es schon genügend, wie Microsoft, Sony, Kryptonite u. a. zeigen.
    Umsichtigkeit, Respekt und fundierte Kenntnis subtiler Tendenzen im Web 2.0 sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start und eine erfolgreiche Etablierung der Aktivitäten.
    Außerdem unterliegt das Web 2.0 eigenen Gesetzen, die von Agenturen nur äußerst gering vorausgeahnt und noch geringer beeinflusst werden können.
    Erfahrung kann man nicht in zwei Monaten antrainieren - man muss sie hart und langfristig erarbeiten oder - viel besser! - bei denjenigen einkaufen, die sich damit auskennen (Stichwort: "Alpha-User").

    Übrigens:
    Das Web 2.0 und seine User sind nicht dumm (wie viele Agenturen meinen), sondern haben umgekehrt viele Agenturen schon längst an Wissen und Ideenreichtum überflügelt.

  2. Ungeduld
    PR-Agenturen wollen so schnell wie möglich die Ergebnisse oder den Erfolg ihrer Kampagnen erfahren - aus herkömmlichen Werbemaßnahmen kennen sie dies und bekommen die relvanten Informationen auch meist umgehend (TV-Einschaltquoten direkt am nächsten Tag etc.).
    Das Web 2.0 dagegen hat Geduld und nimmt sich diese (je nach Umstand) auch - dem müssen sich auch Agenturen unterwerfen (können), denn das Web 2.0 bestimmt die Geschwindigkeit - nicht die Agentur.
    So kann es durchaus sein, dass ein möglicher Erfolg einer Web 2.0-Aktion erst Wochen oder Monate später als solcher zu erkennen ist.
  3. Messbarkeits-Sucht
    Den Erfolg einer, von einer Agentur entwickelten und ausgeführten Aktion wollen (oder müssen?) sie aus einem inneren Drang heraus stets messen (können) - schließlich wird das auch nach wie vor an den Universitäten gelehrt und ist Bestandteil Ihrer Dienstleistung.
    Doch diese bisherige Messbarkeit ist im Web 2.0 nicht mehr oder nurmehr marginal möglich.
    Es ist zwar möglich festzustellen, ob ein User von einer Website kommt, aber es ist schon lange nicht mehr (verlässlich) nachweisbar.
    Gerade die temporär versetzten und langfristigen User-(Re-)aktionen sind nicht mehr trackbar - wer etwas anderes behauptet, kennt das Web 2.0 nicht.
  4. Trägheit
    Zu oft werden Schablonen-Konzepte aus alternativen Medien in das Web 2.0 übertragen - ganz nach dem Motto: "...was dort funktioniert hat, funktioniert auch im Web 2.0".
    Dieser Versuch scheitert leider viel zu oft kläglich - wie zahlreiche Beispiel (siehe unter 1) zeigen.
    Das Web 2.0 ist erheblich sensibler und offenbart jeden noch so kleinen Fehler umgehend.
    Neue Konzepte, neue Blickwinkel und vor allem(!) neue Ideen sind gefragt - weit ab von allem bisherigen...
  5. Habgier
    Viele Agenturen wollen sich in dieser entscheidenden Umbruchphase dem Klienten gegenüber als besonders modern und Web 2.0-erfahren präsentieren, obwohl ihre Mitarbeiter (im Ernstfall sogar nur ein einzelner) gerade mal die Erfahrung von ein paar Rezensionen bei Amazon oder ein paar Beiträgen bei WebNews oder Mister-Wong besitzen.
    Das Web 2.0 aber ist viel facettenreicher und erst recht gnadenlos, wenn man vermeidbare Fehler (unwissentlich) produziert.
    Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Klienten oder dem Produkt darf bei Aussicht auf einen Werbe-Etat niemals die Komplexität und die notwendige Voraussetzung an weitgehender und langfristiger Erfahrung im Web 2.0 ignoriert werden.
  6. Angst
    Die Angst vor dem unbekannten Wesen (=dem Web 2.0-User) ist bei PR-Agenturen allgegenwärtig.
    Angst ist nicht schlecht, denn sie schärft die Sinne, doch wenn sie PR-Agenturen lähmt, sodass diese ihren Klienten eher die Zurückhaltung aufgrund der möglichen Gefahren im Web 2.0 empfehlen, ist dies kontraproduktiv und nicht förderlich im Sinne des Erfolges des Klienten/Produktes.
    Gezielter und erfahrener(!) Umgang mit dem Web 2.0 kann schließlich sogar produktiver und effizienter als viele andere Maßnahmen genutzt werden...
  7. Zorn
    Häufig haben PR-Agenturen den Wunsch, nur bestimmte Tendenzen bzgl. möglicher Kritik über das Unternehmen und/oder des Produktes zu akzeptieren.
    Tritt dies nicht ein oder treten Fälle auf, die dieser "heilen Welt" nicht entsprechen, wird alles gelöscht, was nicht dem gewünschten Bild entspricht.
    Ein kapitaler Fehler, denn das Web 2.0 ist mächtiger als jede noch so gut aufgestellte Agentur - Fälle wie Digg.com beweisen dies sehr eindringlich und nachhaltig.

Viel Erfolg und beste Grüße Euch allen da draußen,
Eric Haas

2007/11/14

Betty TV ...und tschüß!

Erinnert ihr Euch noch an diese unsägliche Geschichte mit dieser "Fernbedienung", über die ich mich ausgelassen hatte?

Tja, das war's dann auch schon wieder, denn Betty TV wurde sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland eingestellt... (sorry, wenn ich etwas Schadenfreude entwickle und sich meine Hoffnung bewahrheitet hat ;) )
Mal ernsthaft - wer hat wirklich geglaubt, dass dieses ETWAS (aufgrund der zahllosen Kritik-Punkte) längere Zeit existieren wird?

In der Schweiz erhalten übrigens diejenigen, die dieses ETWAS gekauft haben, zumindest ein paar Gutscheine, wenn sie die "Fernbedienung" wieder in die Läden zurückbringen (LOOL - wahrscheinlich Zeitungsabos mit Abnahmeverpflichtung - tolle Gegenleistung!).
In Deutschland ist dazu bislang nichts verlautbart worden... ein Schelm, der böses dabei denkt ;)

Interessant ist aber, dass offensichtlich zahlreiche Haushalte diese "Fernbedienung" kostenlos erhalten haben und nur deswegen knapp 100.000 Stück insgesamt in Deutschland verteilt sind (Frank hatte ja auch berichtet, dass er dafür nicht bezahlt habe - siehe Kommentar in meinem damaligen Blogeintrag).

Das Einzige, was mich daran wirklich erheblich stört sind die 70 Arbeitsplätze, die damit in den Wind geschossen sind!

Was mich dabei immer wieder wundert ist die Tatsache, dass sich tatsächlich Investoren finden lassen, die einen solchen ausgemachten Müll finanzieren.
Geldverbrennung at its best... sage ich dazu nur.

Mal ein Wort an die Investoren:
Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, welche Rendite sich ergäbe, wenn Sie Ihre Geldmittel in langfristige Ausbildungsmaßnahmen für Jugendliche in unserem Land stecken würden?
(so, das lassen wir jetzt erst mal sacken, damit die grauen Gehirnzellen der angesprochenen Lesergruppe langsam mit Sauerstoff versorgt werden können...)

(ca. 40 Minuten später)

Jetzt versuchen wir gemeinsam nachzuvollziehen, was wohl aus gut ausgebildeten Jugendlichen in 10 Jahren wird? Wem sind diese Personen eher zugeneigt und bereit, zusätzliche Renditemöglichkeiten in ihren zukünftigen Positionen als erstes anzubieten?
(Hmmm... braucht das noch mal Zeit? OK, soll Ihnen gegeben werden...)

(ca. weitere 20 Minuten später)

RICHTIG - Ihnen!
(Applaus, für diese genaile Kombinationsgabe - darauf wäre ich niemals von alleine gekommen!!!)

Also, ran ans Werk und die paar "überflüssigen Euro" in eine wirklich effektive Ausbildungsmaßnahme stecken!

Und wenn Sie das nächste Mal das Bedürfnis haben, dieses Geld in eine "Fernbedienung" zu stecken, dann fragen sie doch vorher jemanden, der sich damit auskennt.
Nein, nicht den Elektriker um die Ecke... ;)

Bei der Gelegenheit:
Hat sich eigentlich einer der Investoren überlegt, was er in seinem Golf-Club zum Thema "Investitionen" sagt?
"Erwin, ich habe dieses Jahr in eine Fernbedienung investiert, die sich 'Betty' nannte..."

Grinsende Grüße Euch allen da draußen und viel Spaß,
Euer Eric

2007/11/10

Herr Gottschalk.... bitte gehen Sie (endlich)!

Samstag - einer jener Abende an denen mal wieder nichts ordentliches oder eine Wiederholung nach der anderen im TV kommt.
Da zappe ich also so durch und bleibe schließlich bei Deutschlands großer (und letzter) Samstag-Abendshow hängen... richtig: Wetten, dass...?

Ich habe es geahnt und so kam es auch... :(
OK, ich gebe zu, dass ich Herrn Gottschalk speziell in den ca. letzten 3 Jahren eine einzige Katastrophe finde.
Warum? Das will ich hier kurz erläutern.


Sehr geehrter Herr Gottschalk,

ohne lange Umschweife fange ich gleich an.

Absolutes No-Go:
Man kann einer Frau (Alice Schwarzer) - und sei man auch noch so bekannt für seine Flapsigkeit - einfach nicht sagen, dass man "...Mode von ihr nicht gewohnt sei".
Herr Gottschalk, geht's noch?
Als junger Moderator sei Ihnen ein solcher Faux-pas evtl. verziehen (-> Unerfahrenheit), aber nicht, wenn Sie selbst kurz vor dem 60. Geburtstag stehen und man von Ihnen zumindest ein gewisses Maß an Benehmen erwartet... offensichtlich vergeblich.

Darüber hinaus...

  • ...lesen Sie fast jeden Satz ab (Sagt Ihnen denn niemand, dass es den Zuschauer nervt, wenn Sie die Hälfte der Sendung neben die Kamera blicken und sich nicht mal zwei Sätze merken können?),
  • ...sind Sie unfähig, sich die Spielregeln der Wetten zu merken (jetzt müssen sogar die Wettkandidaten die Landkarte hinter Ihnen zurückschieben, damit sie nicht schon vor der Nennung der nächsten Stadt bereits sehen, wo diese liegt),
  • ...hören Sie keinem Ihrer Gäste zu (wehe, ein Gast fragt etwas oder antwortet außerplanmäßig),
  • ...haben Sie keinerlei Allgemeinbildung (zuletzt heute wieder: "Cordoba? Ja, das war wirklich eine Katastrophe für Euch Österreicher... ach, für uns Deutsche war das eine?" oder "Ist Rock 'n' Roll Boogie?") und
  • sind Sie kein bisschen auf Ihre Sendung, geschweige denn auf Ihre Gäste, vorbereitet.

Herr Gottschalk, sie würden uns (wenn auch nicht allen TV-Zuschauern, so zumindest mir) einen Gefallen tun, wenn Sie...

  • Ihre Selbstverliebtheit (das regelmäßige Glotzen auf den eigenen Monitor (=Bildschirm) - na, wie sehe ich, Gottschalk, gerade im TV aus?),
  • Ihre "verbale Inkontinenz" (Yeah, Michael (Mittermeier), das war der perfekte Kommentar zur perfekten Zeit! Endlich einer, der nicht schulterklopfend auf der Bank sitzt, sondern sich traut, ihm das mal zu sagen! Hat Herr Gottschalk das überhaupt verstanden und gemerkt, dass er gemeint war? ;) ),
  • ihre Selbstherrlichkeit ("naja, ich Gott(schalk) kann es mir ja leisten...") und
  • ihre kommunikative Unfähigkeit zu Hause ließen

...und sich selbst anschließen würden.

Dann hätten vielleicht auch jüngere (was dringend nötig wäre) und kompetente Moderatoren eine Chance, dieses ansonsten sehr kurzweilige Sendungskonzept wieder zu neuem Leben erwecken...

Ich freue mich bereits jetzt auf die Bekanntgabe des neuen Moderators von "Wetten, dass...?" und Ihnen persönlich danke ich im Namen aller Zuschauer (=Gebührenzahler) für die vergangen Jahre Ihrer Arbeit,
Ihr Eric Haas

2007/11/6

Wann ist ein "soziales Netzwerk" ein soziales Netzwerk?

Der Grund dieser Frage kam auf, als ich mich mit einigen Geschäftskollegen über die tatsächliche Definition sozialer Netzwerke unterhielt.

Eine mögliche Definition stellt die Uni Hamburg bereit, die aber m. E. sehr am realen Leben orientiert ist.
Auch Wikipedia hat eine Definition parat, aber auch diese ist primär an die Welt außerhalb des Internets gekoppelt.

Doch wenn wir uns im Internet bewegen, taucht zwar an jeder Ecke im Zusammenhang mit Web 2.0 sehr schnell das Schlagwort "soziales Netzwerk" ("social network") auf, ohne dass dabei eine exakte Abgrenzung zu erkennen wäre oder beschrieben ist.

Klar ist, dass für soziale Netzwerke immer mindestens zwei User nötig sind, denn nur dann kann man von einer (ansatzweise) sozialen Struktur ausgehen.
Klar ist auch, dass ein soziales Netzwerk nur dann besteht, wenn zwischen den Individuen (=Usern) eine Beziehung/eine Verbindung ("Link") besteht.
Demnach können wir also sämtliche Fälle ausgrenzen, in denen sich zwar mehrere User auf einer Plattform befinden/bewegen, aber keinerlei Verbindung zwischen ihnen besteht.

Grundlage eines jeden sozialen Netzwerkes ist zwingend eine Intention bzw. - wie es Jyri Engeström in seinem Blog deutlich herausgearbeitet hat - zumindest ein Objekt (egal, welcher Art dieses "Objekt" ist), das mindestens zwei User miteinander teilen/verbindet.
So kann eine Aufgabe (Rememberthemilk) , ein Job (Xing) oder auch ein Bild (Flickr) das entsprechende Objekt darstellen, das die User miteinander verbindet.

Würde man dieser Argumentation folgen, wäre auch YouTube bereits ein soziales Netzwerk...
Aber ist bereits das gemeinsame (wissentliche) Interesse an einem Video, einem Bild, einer Nachricht (WebNews) oder gar lediglich einem Link zu einer Website (Digg, Furl, Mister Wong etc.) als ein soziales Netzwerk zu bezeichnen?

Und was ist mit Plattformen wie Pageflakes.com, Netvibes.com oder gar Live.com etc.?
Auch dort können Inhalte unter den Usern ausgetauscht werden (Beispiel: Tabs, Gadgets etc.), doch hier kommt noch ein erschwerender Punkt hinzu:
Die User, die die Elemente (Objekte) eines anderen Users übernehmen, wissen meist nicht mehr über sich, als dass sie ein gemeinsames Interesse am jeweiligen Inhalt besitzen...

DAS soll für ein soziales Netzwerk ausreichen?
Klar, ein Netzwerk besitzt immer eine Verbindung zwischen mindestens zwei oder mehreren Personen oder Objekten - aber reicht das bereits aus, um es als "soziales Netzwerk" zu bezeichnen?

Gehen wir zurück zur Uni Hamburg und deren Definition eines "sozialen Netzwerkes", so fällt ein entscheidender Satz auf:
"...Soziale Netzwerke bieten praktische, emotionale und kognitive Unterstützung in Belastungs- und Krisensituationen..."

Keine der oben genannten Plattformen bietet das faktisch - weder Youtube, noch Live noch Netvibes noch eine der anderen.

Der Begriff "soziales Netzwerk" kann also (basierend auf der Definition, die nicht Internet-basierend, sondern sozialen Strukturen entsprechend deklariert wurde) zwingend nur dann verwendet werden, wenn User die Möglichkeit haben, sich (direkt oder indirekt) auszutauschen, sich kontaktierten können oder jedwede Form der (bidirektionalen) Kommunikation in Form einer Unterstützung möglich ist.

Wie seht ihr das?

Beste Grüße und viel Spaß Euch allen da draußen,
Eric